Warum ist TYPO3 so gut?

Das Content Management System TYPO3 gilt bei vielen als schwerfällig, träge, langsam, schwierig und vielleicht sogar als etwas altbacken. Darüber hinaus wird es weltweit gesehen nicht so stark genutzt. In Deutschland ist TYPO3 aber sehr verbreitet. UND: LfdA setzt den Großteil seiner Websites mit TYPO3 um. In diesem kurzen Artikel betrachten wir die Kritik an TYPO3 einmal aus aktuellem Blickwinkel. Und wir sagen: TYPO3 ist gut!

Zusammengefasst

TYPO3 ist ein CMS, mit dem sich fast jede Internetseite realisieren lässt. Die Stärken von TYPO3 liegen dabei klar bei sehr großen, komplexen Websites mit viel Content, mehreren Redakteuren und Mehrsprachigkeit.

In den letzten Jahren wurde TYPO3 grundlegend aufgeräumt und ist aus unserer Sicht in vielen Fällen immer noch die beste Wahl unter den CMS-Systemen, wenn es um hohe Performance und Funktionalität geht. Die Kritik an TYPO3 bleibt bestehen, die liegt aber wohl vor allem auch daran, dass sich viele Programmierer und Agenturen nicht an das System herantrauen.

Ein CMS mit (schwieriger) Historie

TYPO3 ist ein Open Source Projekt. Das Content-Management-System gibt es schon seit 1997. Im Jahr 2001 entstand die Version 3. Seitdem trägt das CMS den Namen TYPO3.

Wer früher begann mit TYPO3 zu arbeiten, musste sich durch sprachlich fragwürdige Dokumentationen kämpfen – was wohl vor allem auch am dänischen Ursprung von TYPO3 lag. Als Open Source Projekt wurde der Code im Laufe der Jahre nicht besser: Mehr und mehr Zusätze führten zu einer nicht ganz stringenten Code-Basis.

Gleichzeitig war TYPO3 das Content Management System der Wahl, wenn es um die Umsetzung von größeren und komplexeren Websites ging. Und: So viele Alternativen gab es nicht.

Die Einstiegshürden von TYPO3 sind – im Vergleich zu anderen CMS – hoch. Schwierige Installation, aufwendiges Setup und dann noch eine eigene (Programmier-)sprache: Als einfacher Anwender kann man nicht so einfach mit TYPO3 beginnen. Dagegen bietet TYPO3 entgegen anderen Lösungen eine hohe Flexibilität und vor allem bei größeren Websites Übersichtlichkeit und eine gute Performance.

TYPO3: Das deutsche Profi CMS

TYPO3 hatte 2019 weltweit nur ca. 1,2% Marktanteil. In Deutschland sind jedoch 9,4% aller Websites mit TYPO3 umgesetzt. Übrigens ist das beim "Konkurrenten" Drupal ähnlich: Weltweit hat Drupal einen Anteil von 3,1% (2019) und in Deutschland immerhin 5,4%. Die Deutschen mögen ihre hochwertigen und stabilen Internetseiten.

Was wir leider immer wieder beobachten: Die Seiten werden viel zu selten einem Update unterzogen und wenig gewartet. Anstatt eine Website regelmäßig zu modernisieren, werden Relaunch-Projekte nach einigen Jahren sehr aufwendig und damit auch kostenintensiv. Wer sagt, dass TYPO3-Projekte teuer sind, gehört wahrscheinlich zu der Gruppe, die ihre Website nur alle 5 bis 7 Jahre einer Modernisierung unterziehen, was dann natürlich entsprechend teuer ist.

TYPO3: Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile

  • Hochleistungssystem

  • hohe Performance

  • gute Anpassungsmöglichkeiten des Backends

  • mehrere Websites mit einer Installation

  • einfache Unterstützung von mehrsprachigen Websites

  • konfigurierbar durch Typoscript

  • gute Übersicht über viele Inhalte und Seiten durch den Seitenbaum

  • hohe Flexibilität

  • zwingt Redakteure, ordentlich zu arbeiten, wenn das Backend entsprechend konfiguriert ist

  • Extensions meist kostenfrei – und als Speziallösung selbst erweiterbar

  • Möglichkeit der Entwicklung eigener, spezieller Extensions

  • große, qualifizierte Entwicklergemeinde für Extensions/Plugins

  • jüngst komplett erneuerte Codebasis

  • gute Performance des Backends für Redakteure

Nachteile

  • insgesamt steile Lernkurve – der Anfang ist schwer

  • aufwendiges Setup - keine "Out of the Box"-Lösung

  • TYPOScript Kenntnisse erforderlich

  • Änderungen am System benötigen immer Spezialisten

  • es gibt vergleichsweise wenig Spezialisten für TYPO3, in Deutschland gibt es allerdings eine größere Entwicklergemeinde

  • wenige eingebaute Funktionen und Features, aber eine solide Basis

  • teilweise unflexible Bedienung für Redakteure

  • keine vorinstallierten Standard-Extensions, Extensions müssen installiert und angepasst werden

Wieso ist für uns "Wordpress" eigentlich kein Thema?

Auch wenn es in diesem Artikel um TYPO3 geht, fragen sich bestimmt viele, wieso wir und auch andere professionelle Digital-Dienstleister nie über Wordpress sprechen und dieses weltweit sehr verbreitete "CMS" für unsere Projekte nicht anbieten, obwohl wir das könnten. Die Antwort ist einfach: Für uns ist Wordpress ein sehr spezialisiertes "Blogger"-System, welches zwar im Laufe der Jahre weiter entwickelt wurde, relativ zugänglich ist und viele Plugins für Funktionen vorhält – es ist aber kein professionelles Content-Management-System. Zugegeben: Wordpress ist weltweit und auch in Deutschland das führende Tool für die Umsetzung von Websites, es ist aber kein geeignetes Content Management System für sehr komplexe Websites, Websites mit individuellen Funktionen und solche, für die mehrere Redakteure verantwortlich sind.

Warum und wann wir TYPO3 empfehlen

Als Digitalagentur erstellen wir Web-Applikation und Websites. In manchen Fällen empfehlen wir django CMS (auf Basis von Django und Python), welches eine Reihe von Vorteilen bietet (z.B. Frontend-Editing) – in den meisten Fällen empfehlen wir aber TYPO3. Dieses passiert nicht zuletzt, weil unsere Kunden TYPO3 kennen oder ihre bisherigen Websites auf TYPO3 basieren. Wir empfehlen TYPO3 aber auch, weil es kaum ein anderes CMS gibt, welches stabiler und performanter läuft. TYPO3 ist einfach 'rock-solid'.

Der Kern von TYPO3 wurde in den letzten Jahren vollständig renoviert, so dass das CMS nun eine noch stabilere Code-Basis hat. TYPO3 bietet nicht ganz so viele Plugins wie z.B. Wordpress. Dagegen sind die Extensions von TYPO3 "Open-Source" und damit kostenfrei. Sie lassen sich von professionellen Programmierern erweitern und für den Einsatzzweck maßschneidern. Die Möglichkeiten der vorhandenen Erweiterungen (bei TYPO3 Extensions genannt) sind oft viel weitergehender, als die Funktionalitäten von z.B. Wordpress-Plugins.

Wenn es also um komplexe, große Internetseiten mit vielen Funktionen oder vielen Redakteuren geht, ist TYPO3 unsere Wahl.

TYPO3 - auch als Headless

LfdA bietet TYPO3 auch als „Headless-CMS“ an. Hiermit können extrem schnelle Websites und Web-Applikationen realisiert werden. Fast schon eine kleine Revolution, die das Beste von Back- und Frontend-Technologien miteinander verbindet und von uns selbst entwickelt wurde. Lesen Sie hier mehr über TYPO3 als Redaktionssystem für eine Headless-Website.

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